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Samstag, 31. März 2012

Das Große Sommer Experiment - Episode 2, Take 2: Strawberry, die verbesserte Version

Wie sich heraus gestellt hat, hat das Herunterregeln der Temperatur im Tiefkühlschrank überhaupt nichts gebracht. Es lag also scheinbar nicht an der TK, sondern am Eis... Das war blöd, und konnte so keinesfalls gelassen werden. Deshalb hat sich Miss Lizzy in die Materie der Eismacherei eingelesen, und Eisforschung betrieben.

Die theoretischen Grundlagen der Eisbereitung haben herausgebracht, dass wir LowCarbler generell ein Problem damit haben, wenn wir normale Eisrezepte quasi 1:1 übernehmen, und lediglich den Zucker durch Süßstoff ersetzen. Der Grund: Der Zucker ist genau wie Fett und Alkohol ein nicht unerheblicher Gefrierhemmer!

Bei einem Zuckergehalt von 32 Brix hat wohl die Eismasse das richtige Zuckerverhältnis, damit sie schön cremig gefrieren kann, und auch im Tiefkühler gelagert nicht komplett festfriert.... Unser Problem: Wir erreichen die 32 Brix mit unserem Süßstoff nie!

Das Ergebnis davon habe ich beim ersten Versuch in Sachen Erdbeereis gesehen. Die wässrigen Bestandteile des Eises kristallisieren beim Tieffrieren sofort aus, und das Eis wird knüppelhart. Das ist blöd, denn selbst nach einer halben Stunde zum Antauen in der Küche herumstehend hat sich in Sachen Portionierbarkeit nicht wirklich viel geändert. Immerhin konnte ich mit einem stabilen Löffel und ziemlicher Hartnäckigkeit (und einer gehörigen Portion Schweißarbeit) ein bisschen Eis in meine Schüssel bekommen... Aber ganz im Ernst... Spaß macht das nicht... Und genießen kann man das Eis nach so einem Arbeitseinsatz auch nicht mehr wirklich.

Ich habe mich also ein bisschen belesen, wie man die Cremigkeit von Eiscreme noch erhöhen kann, und bin dabei auf zwei Maßnahmen gestoßen, die ich auch sofort ausprobieren musste :D

(Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, aber da  mein Flo möglicherweise auch gelegentlich mal etwas vom Eis abhaben will, fiel die Option mit dem Alkohol erstmal aus :D)

Maßnahme 1: Warmrühren und "bis zur Rose" abziehen!

Wie bitte?!

Genau... So hab ich auch aus der Wäsche geschaut, als ich davon das erste Mal gelesen habe... Also keine Sorge, und die Kinnlade wieder hochgefahren. Im Grunde ist das eine ziemlich einfache Angelegenheit, sofern man ein digitales Speisethermometer zur Hand hat (Und ja... Miss Lizzy besitzt sowas :D)

Beim Warmrühren wird Eigelb als Emulgator benutzt, und die wässrigen und fettigen Bestandteile eines Milchgemischs so gebunden. Diese Technik wird nicht nur für Eiscreme angewandt, sondern auch für allerhand Dessertcremes oder Soßen. Das Eigelb wird mit dem Zucker vermischt, und die flüssigen Bestandteile der Soße oder Creme werden in einem Topf erhitzt.



Das hat übrigens auch den enormen Vorteil, dass sich unser Süßstoff viel besser auflöst ;)

Dann wird die Milchmischung vorsichtig schlückchenweise zu der Ei-Zucker-Mischung gegeben, und das Ganze über einem Wasserbad erhitzt. Dabei gibt es einige Punkte, die man unbedingt beachten sollte.

1. Wasserbad bedeutet in diesem Zusammenhang eigentlich Wasserdampf-Bad, denn die Rührschüssel sollte keinen direkten Kontakt zum darunter erhitzten Wasser haben. Sonst wird die Schüssel zu schnell heiß, und wir bekommen Rührei!

2. Die Mischung soll mindestens auf 82°C erhitzt werden (damit wir uns auch um das Thema Salmonellen keine Gedanken mehr machen müssen!), und darf höchstens eine Temperatur von 84°C erreichen, sonst gibt es erneut Rührei, und das wollen wir weder in der Soße Hollandaise, noch in unserer Eiscreme!

3. Die Mischung muss ständig gerührt werden. Das macht man aber entgegen den sonstigen Gewohnheiten nicht mit einem Schneebesen, weil der zu viel Luft hinein schlägt (und damit das Erhitzen deutlich verlangsamt), sondern idealerweise mit einem Silikonschaber. Dabei wird immer schön der Boden (und die Seitenwände) der Schüssel abgestrichen bzw. "abgezogen".

4. Wenn eine Temperatur von 82-84°C erreicht ist, merkt man selbst, dass die Creme leicht andickt. Eine Probe machen die Küchenprofis, indem sie einen angefeuchteten Löffel in die Creme halten, und dann die Creme auf dem Löffelrücken anpusten. Wenn sich die Creme auf dem Löffel wellenförmig (und entfernt an eine blühende Rose erinnernd - daher der zugegeben bekloppte Name der Aktion) zurück zieht, hat die Creme die richtige Konsistenz.

5. Hat die Creme die richtige Konsistenz und das Eigelb ordentlich gebunden, wird die Schüssel sofort (!!!) vom Wasserbad genommen und in kaltem Wasser abgekühlt! Der Boden der Schüssel ist nämlich nach wie vor heiß, und wenn wir die Creme dann einfach so stehen lassen, gibts am Boden wieder Rührei!

Maßnahme 2: Fettanteil erhöhen!

Die Schokoladen-Eiscreme letzte Woche habe ich ja genau wie die erste Version des Erdbeereises nach dem Originalrezept gemacht, und lediglich den Zucker durch Süßstoff ausgetauscht. Das Schoko-Eis war auch vergleichsweise hart, aber nicht so extrem fest, wie das Erdbeereis. Der Grund dafür: Durch die Erdbeeren haben wir der Eiscreme deutlich mehr Wasser zugeführt, und daher den Wasseranteil an der Eismischung deutlich erhöht.

Es konnten sich also beim Tieffrieren deutlich mehr Eiskristalle bilden, und das Eis wurde dementsprechend noch fester.

Dem kann man auch entgegen wirken, indem man einfach den Fettanteil wieder erhöht.

Und da Miss Lizzy nicht auf den Kopf gefallen ist, hab ich einfach beide Sachen ausprobiert.... :D

Ich habe zu Vergleichszwecken ZWEI weitere Chargen Erdbeereis gemacht (Allerdings jeweils mit der halben Rezeptur).

Bei der ersten habe ich die 2 Eier aus dem Ursprungsrezept durch 4 Eigelb ersetzt (Bei meiner verringerten Eismenge 2 Eigelb), und die Creme "warmgerührt". Bei der zweiten Charge habe ich dies auch getan, aber zusätzlich dazu habe ich die Milch auch noch durch Schlagsahne ersetzt ;)

In Sachen Süße habe ich dieses Mal nicht mit Stevia, sondern mit einer Mischung aus Erythritol und Xylitol gearbeitet. Ich war mir nämlich nicht ganz sicher, ob fürs Warmrühren der Zucker in der Eigelb-Masse von Bedeutung ist oder nicht. In allen Beschreibungen dazu war nur die Rede davon, DASS der Zucker mit den Eiern und nicht mit der Milchmischung verrührt wird. Nirgendwo stand etwas davon geschrieben, dass man den auch ganz weglassen und halt am Ende nach Bedarf süßen kann.

Also habe ich die Erdbeeren wieder mit Erythritol durchziehen lassen, und hab in die Eigelbe halt Xylitol gegeben. Dabei bin ich etwas vorsichtiger in der Dosierung gewesen. Man kann also, wenn es einem nicht süß genug wird, hinterher noch nach Belieben nachsüßen (Genauso wie im Übrigen nach dem Warmrühren auch noch allerhand andere Sachen wie Nüsse, Schokosplitter, Alkohol etc. in die angedickte Mischung gegeben werden könnten).

Außerdem habe ich im Gegensatz zu meiner ersten Version die Erdbeeren dieses Mal doch püriert. Die Erdbeeren enthalten nämlich auch nach dem Entsaften noch so viel Wasser, dass man die Stückchen wirklich ausgesprochen klein halten muss, wenn man Eiskristalle in den Erdbeeren verhindern will. Und ganz im Vertrauen: Fast 500g Erdbeeren wollte ich nicht wirklich in ca. 2mm starke Würfel schneiden müssen... Also schnell den Zauberstab ausgepackt, und fertig ist der Lack!

Das Ergebnis:


Beide Eiskugeln habe ich direkt nach dem Herausholen aus der Tiefkühltruhe mit diesem schicken Eislöffel aus banalem Kunststoff gemacht.

Die linke Eiskugel ist dabei das "Sahne-Eis", und die rechte Kugel ist das Eis, in dem die Milch drinnen ist.
Das Sahne-Eis ist lecker cremig, auch direkt aus der TK heraus. Das Milch-Eis ist ebenfalls deutlich lockerer als die erste Version (Wohlgemerkt: Ich habe nur 2 Eier durch 4 Eigelbe ersetzt, und die Masse im Gegensatz zu vorher halt warmgerührt! Ansonsten sind alle Zutaten genauso wie zuvor!), aber man merkt schon noch deutlich die Eiskristalle heraus.

Mein Fazit:

Ich werde dieses Warmrühren und zur Rose abziehen in Zukunft bei allen Eiscremes machen! Denn erstens schaffe ich mir damit das Salmonellen-Problem vom Hals, und zweitens wird die Creme auf jeden Fall deutlich lockerer.

Außerdem werde ich bei Fruchteis-Sorten auf jeden Fall die Milch durch Sahne ersetzen, auch wenn das die Kalorien geringfügig in die Höhe treibt.

Die endgültige und für perfekt befundene Rezeptur für das Ben&Jerry's Strawberry lautet daher wie folgt:

500g Erdbeeren
66g Erythritol
Saft einer halben Limette
4 Eigelb
240g Mascarpone
480g Schlagsahne
50g Xylitol

1. Die Erdbeeren putzen, in große Würfel schneiden und zusammen mit dem Erythritol und dem Limettensaft in einer abgedeckten Schüssel mindestens 1 Stunde lang im Kühlschrank ziehen lassen.

2. Die 4 Eigelb zusammen mit dem Xylitol in einer großen Metallschüssel schaumig schlagen. (Die Schüssel soll dann gleich fürs Wasserbad verwendet werden. Sie muss also groß genug sein, dass auch die anderen Zutaten darin Platz finden ;))

3. Den Erdbeersaft in einen Topf abgießen und die Erdbeeren pürieren.

4. Mascarpone und Sahne zu dem Erdbeersaft in den Topf geben und erhitzen.

5. Die warme Sahnemischung schlückchenweise zu der Zucker-Eigelb-Masse geben und gut durchmischen. Dann wie oben beschrieben die Mischung warmrühren. Nachdem die so abgebundene Eiscreme-Basis in einem kalten Wasserbad abgeschreckt wurde, das Erdbeerpüree dazu geben und die Mischung im Kühlschrank auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen.

6. Ab damit in die Eismaschine oder ins Tiefkühlfach stellen und jede halbe Stunde zum gründlichen Umrühren heraus holen.

Na denn viel Spaß beim Ausprobieren und lasst es euch schmecken :)

Mittwoch, 28. März 2012

Das Große Sommer Experiment - Episode 2: Strawberry

Jaja... Das Schokoladen-Eis neigt sich leider schon dem Ende zu, also musste dringendst für Nachschub gesorgt werden.

Eigentlich hatte ich ja für heute Raspberry, also Himbeereis, geplant. Da ich aber nirgendwo frische Himbeeren bekommen habe (und auch nicht auf Tiefkühlware zurückgreifen wollte), hab ich spontan umgeplant, und das Erdbeereis vorgezogen.

Es ist dieses Mal eine wirklich große Menge geworden. Abgewogen hab ich 1250g, und dabei ist beim Leeren des Topfes (bzw. der Töpfe, denn ich musste die Eismaschine dafür zweimal anwerfen) schon einiges abhanden gekommen... :D

Zutaten:

500g Erdbeeren (geputzt warens am Ende nur noch 477g, aber das tut dem Eis keinen Abbruch)
70g Erythritol
Saft einer halben Limette
2 Eier
240g Mascarpone (Wer auf die Kalorien achtet, kann die Mascarpone auch durch Schlagsahne ersetzen)
240g Schlagsahne
240ml Milch
1/2 TL Stevia Extrakt

Es kann aber auch jeder andere Süßstoff genutzt werden, ich würde hier auf jeden Fall ganz nach dem persönlichen Geschmack süßen. Laut Originalrezept hätten es 1 1/2 Tassen Zucker sein sollen.

Die Erdbeeren putzen, mit dem Erythritol und dem Limettensaft verrühren, und das ganze zugedeckt für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Erdbeeren ordentlich Saft abgeben können.

Die Eier mit dem Mixer ordentlich schaumig rühren, und dann Mascarpone, Schlagsahne und Milch hinzu geben.

Die Erdbeeren aus dem Kühlschrank holen und den Saft in die Sahnemischung abgießen. Dann die Erdbeeren mit dem Kartoffelstampfer zermatschen. Pürierstab geht auch hervorragend, aber ich wollte gern noch ein bissel was von den Erdbeeren im Eis spüren ;)

Dann die gemanschten/pürierten Erdbeeren in die Sahnemischung geben und nach Geschmack süßen.

In die Eismaschine verfrachten und nach Geräteanleitung gefrieren lassen oder in einem geschlossenen Gefäß (möglichst aus Edelstahl) ins Tiefkühlfach stellen und alle halbe Stunde zum Umrühren heraus holen.


Und obwohl ich Mascarpone und 32%ige Schlagsahne verwendet habe, hat das Eis jetzt auf die Masse gerechnet ca. 170kcal und 4,4g KH :)

Na denn... Guten Appetit und bis nächste Woche :D

EDIT:

Über Nacht ist mir das Eis im Tiefkühlschrank so knüppelhart gefroren, dass ich es selbst mit Gewalt kaum aus dem Behälter bekommen habe.

Meine erste Reaktion: Temperaturregler herunter stellen. Wenn das auch noch nichts hilft, muss ich mir für die nächsten Eissorten wohl was einfallen lassen. Das Schokoladeneis war schon auch recht fest, aber immerhin hat man es noch in feinen Rollen herunterstreichen können :(

Freitag, 23. März 2012

Das Große Sommer Experiment - Episode 1: Ben's Chocolate

Sodele, Ihr Lieben...

Der Umzug ist geschafft (auch wenn ich dabei einige Nerven gelassen und ordentlich Frustfuttern betrieben habe), und die Küche steht wieder. Es ist zwar noch längst nicht alles ausgepackt, aber das erste Eis musste heute sein :D

Meine Einkäufe der letzten Zeit, nur damit Ihr Euch schon mal auf Kommendes freuen könnt:


Außerdem habe ich mir, da ich ja generell eher zu den ungeduldigen Menschen gehöre (und derzeit auch nicht wirklich die Zeit zum halbstündigen Umrühren habe), eine Eismaschine, Marke Unold, geleistet:


Angefangen habe ich also heute mit einer Schokoladen-Eiscreme namens "Ben's Chocolate".

Ben und Jerry sind sich scheinbar in Sachen Geschmack beim Schokoladeneis nicht so richtig einig, wie wohl das perfekte Eis sein soll. Daher haben sie kurzerhand mehrere Rezepte im Buch veröffentlicht, von denen dieses Rezept das von Ben Cohen favorisierte ist.

Zutaten:

115g Bitterschokolade (ich habe 85%ige von Gepa genommen)
1 Tasse Milch (=240ml)
2 große Eier
1 Tasse Zucker (Da wir ja Low Carb bleiben wollen, habe ich diesen durch eine Hälfte Erythritol und eine Hälfte Xylitol ersetzt)
1 Tasse Doppelrahm oder Schlagsahne (Ich habe hier die fettreichere Variante gewählt, und einen Doppelrahmersatz aus 120g Mascarpone und 120g Schlagsahne genommen)
1 TL Vanille-Extrakt (natürlich kann man auch gemahlene Vanille oder Vanille-Aroma benutzen)
1 Prise Salz

Zubereitung:

1. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. In kleinen Schlucken die Milch zufügen (damit die Schokolade nicht gleich wieder fest wird) und unter konstantem Rühren erhitzen, bis die Schokoladenmilch geschmeidig ist. Dann vom Herd nehmen, und kühlen lassen.

2. Die Eier in einer Rührschüssel mit dem Mixer bearbeiten, bis sie fluffig sind. Dann in kleinen Portionen den Zucker(ersatz) unterrühren, und so lange Mixen, bis alles gut vermischt und der Zucker(ersatz) aufgelöst ist. Dann den Doppelrahm/Schlagsahne, Vanille und Salz hinzufügen und ordentlich mixen.

3. Die Schokoladenmilch in die Sahnemischung geben und vermischen. Bedecken und das Ganze in den Kühlschrank geben, um die Zutaten auf  Kühlschranktemperatur abzukühlen.

4. Die abgekühlte Mischung in die Eismaschine geben und den Anweisungen aus dem Benutzer-Handbuch folgen oder die Mischung möglichst in einem Edelstahlbehälter mit Deckel in die Tiefkühltruhe geben, und jede halbe Stunde herausholen, um die Eismischung kräftig umzurühren.


Da Miss Lizzy auch dieses Mal ein wenig ungeduldig war, konnte sie natürlich nicht abwarten, bis die Mischung Kühlschranktemperatur erreicht hat. Daher hatte die Eiscreme nach ner guten Stunde in der Eismaschine nur Softeis-Konsistenz, war aber nichts desto trotz lecker, und immerhin ein kh-reduzierter Genuss.

Fazit für mich:

1. Das nächste Mal DEFINITIV das Zeug für 1-3 Stunden in den Kühlschrank stellen.

2. Für meinen Geschmack hätte es ruhig etwas weniger Süßstoff sein können. Das nächste Mal werde ich diesbezüglich wohl vom Originalrezept so weit abweichen, dass ich das Süßen erst ganz zum Schluss nach Geschmack vornehmen werde.

3. Schokoladig, aber für meinen Geschmack nicht schokoladig/kakaoig genug... Da geht eindeutig mehr :D

Montag, 12. März 2012

Das Große Sommer Experiment - Episode 0

Ich bin ja eine bekennende Süßschnute, und konnte mich in den letzten Wochen ziemlich problemlos mit LowCarb-Süßkram-Alternativen über Wasser halten. Mein Mr. Darcy hat gestern allerdings dafür gesorgt, dass ich doch mal eingeknickt bin.

Wir ziehen ja am Freitag um, und er meinte zu mir, ich solle mich doch diese Woche mal darum bemühen, das Gefrierfach ein wenig leer zu bekommen, und er würde schon mal damit anfangen... Gesagt, getan... Darcy kommt wieder ins Wohnzimmer, und mampft ein Eis von unserem Lieblings-Eisladen nach dem anderen... Dass ich da irgendwann nicht mehr stillsitzen kann, war wohl nicht weiter verwunderlich... Für mich jedenfalls kam es nicht wirklich überraschend, nachdem er mir ja in den letzten Wochen schon ständig einen vorgefuttert hat.

Aber ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen.

Ich lese ja noch in einigen Foren quer, und bin unter anderem in diesem LowCarb-Forum unterwegs, wo mir in letzter Zeit ständig von Ben&Jerry's Eis vorgeschwärmt wurde. Leider ist dieses auch nicht LowCarb... Und leider ist es auch gar nicht hier in meiner Stadt verfügbar, sagen zumindest die Hersteller selbst, und die sollten es ja wissen...

ABER.... Ich habe ein hübsches, englisches Rezeptbuch gefunden, das ich mir sogleich kaufen musste :D

Darin sind haufenweise lecker klingende Rezepte für Ben&Jerry's Eissorten, die ich nur zu gerne ausprobieren mag.

Natürlich werde ich bei der Gelegenheit gleich dafür sorgen, dass die Kohlehydrate ordentlich gesenkt werden, damit meine lieben LowCarber aus dem Forum, allen voran Sassenach und Medival was zum Schleckern haben :D

Da ich (noch) keine Eismaschine besitze, kommen als Versuchstage quasi nur die Wochenenden in Frage, da ich dann ständig den Pott aus dem Gefrierschrank holen muss, um manuell umzurühren. Also werde ich einfach jede Woche ein anderes Rezept ausprobieren, und hier auch veröffentlichen.

Das kommende Wochenende steht leider ganz im Zeichen des Umzuges, und ich kann wohl froh sein, wenn am Sonntag meine Küche bereits wieder völlig intakt ist. ABER ich habe heute trotzdem schon mal mit den Vorbereitungen angefangen: Ich habe nämlich die Eissorten ausgesucht, die auf meiner Experimentierliste stehen sollen, und bin zu sagenhaften 38 Sorten gekommen, wobei viele auch nur leichte Variationen von anderen Sorten sind.

Wie auch immer... Meine Glücksfee, Mimi, eine meiner Flitzpiepen, hat sich heute freundlicherweise für die Auslosung der Reihenfolge zur Verfügung gestellt, weil ich mich partout nicht hätte entscheiden können, womit ich anfangen soll. Die hören sich alle so lecker an :D

Und Mimi hat ihre Aufgabe so ernst genommen, dass sie kurzerhand die Mama, welche zur Abholung bereits eingeschneit war, hat warten lassen, um die Ziehung der Rezeptnummern vorbildlich und ohne Unterbrechung beenden zu können :D

Die Aufgabe steht also:

Bereite 38 Wochen lang jede Woche eine andere Ben&Jerry's Eissorte LowCarb zu, und schleckere dich fröhlich durch den Sommer!

Na dann... Wünscht mir Glück und maximale Erfolge :D